So groß das Land, so verschieden ist es auch. Die Menschen Kashmirs oder Himachal Pradeshs, den Regionen zu Füßen des Himalayas und die Bewohner der tropenschwülen Küstenregionen von
Kalkutta bis Kanyakumari, dem südlichsten Punkt Indiens, unterscheiden sich durch Kultur, Sprache, Mentalität und Religion. Indien ist das Land der Einheit in der Vielfalt. Nach der
Unabhängigkeit von der bis dato herrschenden Kolonialmacht England im Jahre 1947, entstand die Republik Indien zunächst als Idee, getragen von den Gründungsvätern Mahatma Gandhi und Jawaharlal
Nehru. Heute leben ca. 1,1 Milliarden Menschen auf dem Subkontinent, Indiens Sprachlandschaft umfasst 21 offizielle Sprachen, ca. 415 Sprachen und Dialekte werden gesprochen. Der Vielvölkerstaat
beherbergt alle großen Weltreligionen, wobei der hinduistische Glaube das Gros ausmacht. Er konzentriert sich im „Hindu-Gürtel“ der nördlichen Tiefebenen, zeigt sich am eindrucksvollsten in einer
der ältesten Städte der Welt, Varanasi.
Und so beschreibt Shashi Tharoor seinen Traum von einer indischen Welt:
»In meinem Traum vermischt sich die ganze vielfarbige, multikulturelle Welt. So wie bei uns in Indien schon seit ein paar tausend Jahren. Ich habe nur eine große Sorge: Irgendwann
würden dann alle Menschen indisch aussehen. Vielleicht wäre das ja auch ein Traum: Eine Welt voller Inder!« (Nachzulesen in der Zeit)
Indien übt schon jetzt einen großen Einfluss auf unser Leben aus. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht diesen Einfluss auch bei uns: sei es im Yogastudio oder der Ayurvedabehandlung,
im Bollywoodfilm, und beim Benutzen unserer Computersoftware.
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